Die PHP-Sicherheitslücke
Dienstag Nacht die erste Mail, Mittwoch morgen die zweite Mail: Sicherheitslücke, Update erst am Nachmittag verfügt. Da war klar, das wird kein normaler Tag. Was war passiert?
PHP ist eine Programmiersprache, die sehr häufig für Websites und webbasierte Programme genutzt wird. PHP ist auf den Webservern beim jeweiligen Webhoster installiert, wo der Speicherplatz für die Website angemietet ist, da gibt es ganz viele Große und Kleine. Die einzelnen Websites nutzen das Programm nur, für die Programminstallation und die Updates ist der Webhoster zuständig.
Eine Sicherheitslücke ist ein kleiner Fehler im Programm. Dadurch können Angreifer versuchen, in das System einzudringen. Es können Daten verändert, Schadcodes auf die Seite geladen oder Daten gestohlen werden.
Programmentwickler veröffentlichen Sicherheitsupdates, um diese Sicherheitslücken zu beheben. Ein Programm bekommt dann eine fortlaufende Versionsnummer, so dass man den Stand der Aktualisierung immer nachvollziehen kann. Optimal ist es, wenn Entwickler die Sicherheitslücken schneller bemerken und updaten können als potentielle Angreifer. Ist eine Sicherheitslücke bekannt und es gibt noch kein Update, so ist die Gefahr eines Angriffs besonders hoch.
Am Mittwoch kam es zu der Situation, dass die PHP-Sicherheitslücke bekannt wurde, bevor die Updates zur Verfügung standen. Die Lücke war groß und betraf alle Versionen der letzten 20 Jahre. Hoster, die die Sicherheit nicht mehr garantieren konnten oder wollten, nahmen deshalb ihre Server vom Netz.
Die häufigsten Kundenfragen waren dann: Was passiert mit meiner Website? Muss ich was tun? In diesem Fall konnten wir für die Websites nichts machen, da das Problem auf den Webservern der Hoster lag. Diese haben so schnell wie möglich das Update nach Verfügbarkeit eingespielt.
Und nach dem Update?
Jetzt wird sich zeigen, in welchem Umfang Angreifer gezielt nach Servern suchen, auf denen Sicherheitsupdates noch fehlen. Und man sieht auch: Mithilfe von KI lassen sich Sicherheitslücken deutlich schneller erkennen und gezielt ausnutzen. Genau deshalb wird es immer wichtiger, alle Websites und technische Systeme immer auf den neuesten Stand zu halten, auch wenn dieses Mal das Problem beim Webserver lag.
Früher waren Updates „Machen wir mal irgendwann“. Jetzt heißen Updates „Dringend – Sofort“.
(Früher war so vor 9 Monaten…) Fakt ist: Die Angriffe auf Sicherheitslücken in Programmen nehmen in den letzten Monaten stetig zu. Wir machen Updates und Wartungen in einer Häufung und Dringlichkeit wie nie zu vor. Ein stabiles System schützt vor Angriffen.
Fazit vom Mittwoch: Wir haben jetzt Tipps für Webhoster mit erstklassigem Service und Kommunikation. Wir sind froh, dass wir selber kein Hosting anbieten. Und ein gutes Update- und Backupsystem sorgt für guten Schlaf.
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